Theodor
Fontane wird am 30. Dezember 1819 in
Neuruppin, einer kleinen märkischen Stadt
nordwestlich von Berlin, geboren. Seine
Eltern, Louis Henri Fontane und Emilie Labry,
stammen von Hugenotten ab, die Ende des 17.
Jahrhunderts Frankreich wegen ihres Glaubens
verlassen mussten und in Brandenburg
Zuflucht fanden. Sie taufen ihren ersten
Sohn »Henri Théodore«; ins Kirchenbuch wird
er zugleich als »Heinrich Theodor«
eingetragen, und der zweite Vorname wird zum
Rufnamen. Den Stolz auf die hugenottische
Familientradition wird auch der spätere
Schriftsteller bewahren, der seinen Namen,
im Gegensatz zur heutigen Gewohnheit,
französisch (also ohne Endungs-e)
ausspricht.
Übersicht über die Kindheits- und Jugendjahre von Hermann Hesse
Die Kindheitsjahre
Hermann
Hesse verbringt seine ersten vier Kindheitsjahre (1877-1881) in seiner
Geburtsstadt Calw. Seine ungewöhnlichen Begabungen sowie sein starker
Wille und sein Eigensinn werden schon früh entdeckt. So schreibt seine
Mutter Marie Hesse im Dezember 1879 in ihr Tagebuch: "Hermännle
entwickelt sich sehr rasch, erkennt alle Bilder sofort, ob sie aus
China, Afrika oder Indien, und ist sehr klug und unterhaltend, aber sein
Eigensinn und Trotz ist oft geradezu großartig."
Friedrich Dürrenmatt wurde am 5. Januar 1921
in Konolfingen, einem Schweizer Dorf im
Kanton Bern, geboren. Sein Vater war
protestantischer Pfarrer des Dorfes. Drei
Jahre später kam seine Schwester Vroni zur
Welt. 1935 zog die Familie nach Bern um.
Vermutlich waren finanzielle Gründe der
Anlass dazu. Die Weltwirtschaftskrise machte
sich zu diesem Zeitpunkt auch in der Schweiz
bemerkbar und das mittelständische Bürgertum
wurde ärmer. Friedrich Dürrenmatt besuchte
zunächst das Berner Freie Gymnasium, dann
das Humboldtianum, wo er 1941 die
Maturitätsprüfung ablegte. Er war kein
besonders guter Schüler und bezeichnete
selbst seine Schulzeit als die "übelste"
(Knapp 4) seines Lebens. Die Schule
wechselte er, weil ihm der Unterricht nicht
gefiel, er schlechte Noten hatte und durch
sein Verhalten bei den Lehrern aneckte.
"Dass wir wieder werden wie Kinder, ist
eine unerfüllbare Forderung.
Aber wir können zu verhüten versuchen, dass
die Kinder so werden wie wir."
Erich
Kästner ist am 23. Februar in Dresden
geboren. Dort verbrachte er auch seine
Kindheit und besuchte die Volksschule.
Kästner wanderte gern, ging oft ins Theater
oder half seiner Mutter bei der Arbeit. Er
war ein fleißiger Schüler und er lernte gern
und viel. Der Vater von Erich, Emil Kästner
war Sattlermeister und stellte Taschen
Portemonnaies und Koffer aus Leder her.
Kästner’ s leiblicher Vater war jedoch der
Hausarzt der Familie. Seine Mutter war
Friseuse und hatte ein eigenes Geschäft im
Schlafzimmer der Wohnung. Zu ihr hatte
Kästner Zeit seines Lebens ein sehr enges
Verhältnis und mehr als 30 Jahre lang
schrieben sie sich fast täglich Briefe.
Nachdem er im ersten Weltkrieg bei der
schweren Artillerie gedient hatte und mit
schwerem Herzleiden zurückkehrte, wurden,
als er 20 Jahre alt, war die ersten Gedichte
von ihm im König-Georg-Gymnasium in der
Schülerzeitung veröffentlicht.